Die kurze Antwort: Auf die Website eines lokalen Unternehmens gehören eine klare Beschreibung deiner Leistungen, dein Standort und Einsatzgebiet, echte Projektbeispiele, ein erkennbarer Ansprechpartner und einfache Kontaktwege. Dazu kommen Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzerklärung.
Genauso wichtig wie die Inhalte selbst ist, dass Besucher sie schnell finden – besonders auf dem Smartphone.
Der erste Eindruck: Was Besucher sofort sehen sollten
Viele Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie auf einer Website bleiben. Der obere Bereich deiner Startseite sollte deshalb ohne Scrollen drei Fragen beantworten:
- Was bietest du an?
- Wo bist du tätig?
- Was ist der nächste Schritt, zum Beispiel anrufen oder eine Anfrage senden?
Ein Beispiel für eine klare Überschrift: „Malerbetrieb in München – Innen- und Fassadenarbeiten für Privat- und Gewerbekunden.“ Darunter folgt ein gut sichtbarer Button, der zum wichtigsten Kontaktweg führt. Allgemeine Sätze wie „Willkommen auf unserer Website“ verschenken dagegen diesen wertvollen Platz.
Leistungen verständlich beschreiben
Deine Leistungen sind der Kern der Website. Beschreibe sie so, wie deine Kunden darüber sprechen – nicht in Fachbegriffen. Für jede Leistung sollten Besucher erfahren:
- was genau du machst und für wen
- wie der Ablauf aussieht
- wovon der Preis abhängt, wenn möglich mit Richtwerten
- wie sie dich dazu anfragen können
Bietest du mehrere Leistungen an, lohnt sich für die wichtigsten jeweils eine eigene Seite. Besucher landen so direkt bei dem Thema, das sie interessiert. Gleichzeitig kann jede Seite gezielt auf passende Suchbegriffe ausgerichtet werden. Mehr dazu erfährst du im Ratgeber SEO für lokale Unternehmen in München.
Standort und Einsatzgebiet
Für lokale Unternehmen ist der Ort eine der wichtigsten Informationen. Gib klar an, wo du arbeitest:
- Adresse, gegebenenfalls mit Karte und Hinweisen zur Anfahrt
- Einsatzgebiet, zum Beispiel Stadtteile oder Umkreis
- Öffnungs- oder Bürozeiten
Achte darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind – auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in Branchenverzeichnissen. Einheitliche Angaben helfen Besuchern und Suchmaschinen, dein Unternehmen eindeutig zuzuordnen.
Projektbeispiele und Kundenstimmen
Nichts überzeugt so sehr wie echte Arbeit. Zeige ausgewählte Projekte mit Fotos und einer kurzen Beschreibung: Was war die Aufgabe, was hast du umgesetzt? Bei Handwerksbetrieben wirken Vorher-nachher-Bilder besonders anschaulich.
Kundenstimmen ergänzen die Projekte. Nutze nur echte Stimmen und frage deine Kunden vorher, ob du ihren Namen und ihr Projekt zeigen darfst.
Erfundene Bewertungen oder fremde Projektfotos schaden dem Vertrauen und können rechtlich problematisch sein. Hast du noch wenige Beispiele, zeige lieber deinen Ablauf, deine Werkstatt oder dein Team – und ergänze Projekte nach und nach.
Ein Gesicht zum Unternehmen
Gerade bei kleinen Unternehmen möchten Kunden wissen, mit wem sie es zu tun haben. Eine „Über uns“-Seite oder ein Abschnitt auf der Startseite schafft Nähe:
- ein echtes Foto von dir oder deinem Team
- deine Qualifikationen und deine Erfahrung
- wie du arbeitest und worauf du Wert legst
- ein fester Ansprechpartner mit Namen
Persönliche Angaben ersetzen keine Leistungsbeschreibung, machen aber den Unterschied, wenn sich Kunden zwischen mehreren Anbietern entscheiden.
Einfache Kontaktwege
Eine Anfrage sollte so einfach wie möglich sein. Bewährt haben sich:
- Telefonnummer zum Antippen – auf dem Smartphone startet der Anruf direkt
- E-Mail-Adresse als klickbarer Link
- Kontaktformular mit möglichst wenigen Pflichtfeldern
- WhatsApp, wenn du darüber zuverlässig antworten kannst
Biete lieber zwei oder drei Kontaktwege an, die du zuverlässig betreust, als fünf, auf die du nur unregelmäßig antwortest. Der Kontakt sollte außerdem von jeder Seite aus erreichbar sein, zum Beispiel über die Navigation und den Footer.
Häufige Fragen beantworten
Welche Fragen hörst du am Telefon immer wieder? Genau diese gehören auf deine Website, zum Beispiel in einen FAQ-Bereich. Das spart dir Zeit und gibt Besuchern schon vor dem ersten Kontakt Sicherheit.
Klare Antworten auf konkrete Fragen helfen außerdem Suchmaschinen und KI-Assistenten, dein Angebot einzuordnen. Eine bestimmte Platzierung oder Nennung lässt sich dadurch allerdings nicht garantieren.
Pflichtangaben und Technik
Neben den Inhalten für deine Kunden gehören einige Pflichtangaben und technische Grundlagen auf jede Firmenwebsite:
- Impressum und Datenschutzerklärung, von jeder Seite aus erreichbar
- ein Cookie-Banner, wenn deine Website Dienste einsetzt, die eine Einwilligung erfordern
- SSL-Verschlüsselung, erkennbar an „https“ in der Adresszeile
- eine Darstellung, die auf Smartphone, Tablet und Desktop funktioniert
Für die inhaltliche Richtigkeit der Rechtstexte ist der Betreiber der Website verantwortlich. Lass sie im Zweifel rechtlich prüfen.
Checkliste: Ist deine Website vollständig?
Mit dieser Liste kannst du deine bestehende oder geplante Website prüfen:
- Die Startseite zeigt sofort, was du anbietest und wo.
- Jede wichtige Leistung ist verständlich beschrieben.
- Standort, Einsatzgebiet und Erreichbarkeit sind klar angegeben.
- Echte Projektbeispiele oder Kundenstimmen sind vorhanden.
- Besucher sehen, wer hinter dem Unternehmen steht.
- Telefon und E-Mail sind auf dem Smartphone mit einem Fingertipp nutzbar.
- Das Kontaktformular fragt nur das Nötigste ab.
- Häufige Kundenfragen werden beantwortet.
- Impressum und Datenschutzerklärung sind von jeder Seite erreichbar.
- Die Website ist verschlüsselt und auf allen Geräten gut lesbar.
Wie deine aktuelle Website technisch dasteht, zeigt dir der kostenlose Website-Check.